Zitat des im Sommer 2010 verstorbenen Architekten Günter Behnisch:

„Geboren und aufgewachsen in der schönen Stadt Dresden haben mich die Stürme und der Geist der Zeit in die schöne Stadt Stuttgart geweht. Die Mulden, die Täler, die Hänge, die Verbindung zur großen weiten Welt über die Parkanlagen zum Schloss bis zum Neckar; wenige Gebäude, vor allem das Wahr- und Markenzeichen der Stadt, der weltberühmte Hauptbahnhof von Paul Bonatz haben es mir angetan. Lasst ja die Finger von den Anlagen und dem Hauptbahnhof. Damit würdet ihr das Grundgesetz der Stadt infrage stellen.“

Quelle: http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=60

Man kann sich über Regeln der Vernunft und Verantwortlichkeit hinwegsetzen, etwa dass Baumaßnahmen durchgezogen werden (Südflügel und Schlosspark), die vom Baufortschritt noch gar nicht nötig sind, und deren vorgelagerte Bauschritte (Grundwassermanagement) noch gar nicht planfestgestellt sind, in einem Projekt, dessen Planrechtfertigung (verkehrliche und betriebliche Vorteile) entfallen ist.

Unmöglich aber ist es, sich über die Gesetze der Mathematik hinwegzusetzen. Auch im Bahnwesen gibt es „Gesetze der Schwerkraft“, die die Leistungsfähigkeit von Bahnhöfen limitieren, und es unmöglich machen, dass Stuttgart 21 40-80 Prozent leistungsfähiger wird als vergleichbare Großbahnhöfe, die an der Kapazitätsgrenze operieren. Über Recht und Vernunft kann man sich hinwegsetzen, aber die Naturwissenschaft holt Stuttgart ein.

Stuttgart 21 würde bei Eröffnung weniger leisten als der heutige Bahnhof. Die Korrektur der Fehler im Stresstest führt auf lediglich rund 32 Züge in der Spitzenstunde, bei Überlastung rund 38 Züge. Nur das Papier und die mit zu optimistischen Parametern gefütterten Computersimulationen sind geduldig, die Realität nicht.

Den ganzen Wortlaut des Briefes von Dr. Christoph Engelhardt vom 2. Februar 2012 an Herrn Ministerpräsident Winfried Kretschmann lesen Sie »hier!

Kundgebung des Aktionsbündnisses "Wider den Sünden-Fall der Parkbäume und des Südflügels"

07.01.2012 - Kundgebung mit anschließendem Schweigemarsch (ArchitektInnen für K21) zum Südflügel des Hauptbahnhofs unter dem Motto: "Niemand wird je sagen können: Das habe ich nicht gewusst!".

mehr dazu siehe hier: www.kopfbahnhof-21.de/index.php

 
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