ArchitektInnen für K21 - Freitag, 24. November 2017
Druckversion der Seite: Ein neuer Busbahnhof
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Idee, Entwurf und Illustrationen: © Hamid Sahihi, sahihi@sl-objektplanung.de

Städtebau und Erschließung

Verkehrsberuhigung auf Arnulf-Klett-Platz und Schillerstraße ermöglicht die Fortführung der bisher durch die verkehrsreiche Schillerstraße abgeriegelten Königstraße als parkbegleitenden Boulevard weit in den Stadtpark hinein.

Der neue Boulevard: Die „Schlossgartenterrassen“ (wegen der leicht erhöhten Lage zur Parkfläche und dem gestuften Übergang in diese).

Die „Schlossgartenterrassen“ haben beste Aussichten, eine gern besuchte neue Promenade Stuttgarts zu werden.

Dadurch entstehen Chancen für neue und interessante Nutzungen im Südflügel des Bahnhofsgebäudes sowie im Unterbau des Gleisvorfelds.

Die große parkseitige Höhe des Gleis-Unterbaus (ca. 8 m über Gelände) ermöglicht die Unterbringung großräumiger Nutzungen, u. a. die Rückholung des Busbahnhofs an den angestammten Platz, sowie die Vermietung von Stadtmobilen.

Durch die hier gegebene Überdachung sowie die Ausstattung eines für Reisende bereitstehenden Busterminals mit Lounge wird bei Wartezeiten eine besonders hohe Aufenthaltsqualität geboten.

Die An/Zufahrt zu diesen Einrichtungen erfolgt von der Wolframstraße aus über den Bereich „Athener Straße“ im Europaquartier.

Busbahnhof und Passage als Verbindung zwischen Park und Europa-Quartier

Über eine Verbindungs- und Einkaufspassage sind Busbahnhof und Stadtmobilvermietung ebenerdig an Park und Europa-Quartier angebunden und dadurch besonders gut fußläufig erschlossen. Die quer unter den Gleisen verlaufende Passage verbindet gleichsam auch Park und Europa-Quartier untereinander.

Idee, Entwurf und Illustrationen: © Hamid Sahihi, sahihi@sl-objektplanung.de

Bahnsteige und Busbahnhof als Verkehrsknoten

Die besondere Lage unmittelbar unterhalb der Zughalle ermöglicht eine sehr enge und direkte Verknüpfung mit den Bahnsteigen über Aufzüge und Rolltreppen auf jedem Bahnsteig. Um auf den Bahnsteigen nicht die Bewegungsflächen einzuschränken, werden auf- und absteigende Fahrtreppen nicht neben, sondern in einer Flucht hintereinander angeordnet, ebenso die Aufzugspaare. Auf diese Weise ist ein zügiger Wechsel weiterführender Verkehrsmittel in klimatisch geschützter Umgebung gewährleistet.

Die Zughalle erhält ein neues, leicht und futuristisch wirkendes, lichtdurchflutetes Glas- oder Membrandach. In ihrer Zusammenwirkung werden sich Dach und historische Bausubstanz in einem interessanten und spannungsreichen Zusammenspiel gestalterisch entfalten und für den Bahnhof eine neue und besondere Aura entwickeln können.