Samstag, 14. Januar 12 um 12:45 Alter: 6 Jahr(e)

Requiem für einen Bahnhof


Und nun sehen wir der Zerstörung dieses letzten vollständig erhaltenen, bahnbrechenden Stuttgarter Beitrags zur modernen Architektur zu. Nach dem Abriss des Südflügels und dem schon 2010 demolierten Nordflügel bleibt von ihm nur der Rumpf, ein Fragment. Der großen Komposition werden in diesen Tagen – buchstäblich – die Flügel gebrochen. Eine Lappalie? Um das zu glauben, bedarf es schon einer unerschütterlichen Ignoranz. Die Stadt, unbelehrbar wie eh und je, immer noch allzeit bereit ihre wertvollsten Baudenkmale ungerührt einer rein technokratischen Fortschrittsdenke zu opfern, hat auch diesmal auf Durchzug gestellt, als Architekturstars wie David Chipperfield oder Richard Meier und dazu heimische und internationale Denkmalschutz-Organisationen und, nicht zu vergessen, ihre eigenen Bürger ge­gen diese Schandtat protestierten.

 

Den ganzen Artikel von Amber Sayah lesen Sie in der Stuttgarter Zeitung vom 14. Januar 2012 auf Seite 31

 

In all die erforderlichen Umplanungen wegen der Grundwasserproblematik könnte auch noch die Abfangung und Unterfahrung des Südflügels ohne weiteren Zeitverlust einbezogen werden !


 
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